Vom 7. bis 9. Juli kamen fünf Unternehmerinnen zu Jutta Knauers

„Coaching-Werkstatt für Unternehmerinnen“

nach Kressbronn am Bodensee. Zwei von ihnen waren schon mehrmals dabei, die drei anderen zum ersten Mal. Sie kamen aus Handwerks- und Industriebetrieben, sogar eine Chefärztin war dabei. Sie alle hatten den Wunsch, sich in Ruhe mit den Themen zu befassen, die ihnen in ihrer täglichen Arbeit begegnen. Im Grunde genommen, so die einhellige Meinung, hat jede die gleichen Probleme und alle können voneinander lernen. Führungskräfte geben mehr als andere im Unternehmen und arbeiten oft am Limit. In der Werkstatt nahmen sich die Teilnehmerinnen Zeit, über den Umgang mit den eigenen Ressourcen und sich selbst nachzudenken und Lösungen für anstehende Aufgaben und Probleme zu finden. In der kleinen Gruppe konnten sie frei über ihre Sorgen, Ängste und Träume als Unternehmerinnen und Frauen sprechen.

Coaching-Werkstatt für Unternehmerinnen

Orientierung und Klarheit

Während der Sonntagabend vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen diente, ging es am Montag zur Sache. Die Unternehmerinnen gingen einzeln und in Gruppen zwei Fragen nach:

Weshalb bin ich hier?
Was möchte ich mitnehmen?

Außerdem wurden die Themen definiert, die den Unternehmerinnen unter den Nägeln brannten und über die sie sprechen wollten. Vier Unternehmerinnen wollten zusätzlich Einzelcoaching in Anspruch nehmen und definierten auch dafür ihre Themen. Nachfolge und Streit in der Familie kamen ebenso auf den Plan wie neues Führungsverhalten, Digitalisierung und Zukunftsängste oder Alkoholismus bei Mitarbeitern. Tabus gab es nicht. Allen ging es um Orientierung und Klarheit für sich persönlich sowie in ihren Aufgaben und Rollen als Führungskräfte und Unternehmerinnen. Jutta Knauer gab ihnen dafür die entsprechenden Anstöße und Instrumente an die Hand.

Thema waren auch die Erwartungen, die an Unternehmerinnen in einer von Männern dominierten Welt gestellt werden. Es werde schon mal erwartet, dass man auf den Tisch haue, so eine Teilnehmerin. Coach Jutta Knauer ermunterte jedoch dazu, anders zu sein als Stärke anzunehmen und daraus Visionen und einen eigenen Führungsstil zu entwickeln.

In einer Übung, bei der die Teilnehmerinnen die besonderen Ereignisse in ihrem Leben und die daraus gewonnenen Erkenntnisse betrachteten, erfuhren sie, welche wichtige Rolle diese „Schätze“ bei der Bewältigung unternehmerischer Herausforderungen spielen. „Wir müssen den Elfenbeinturm verlassen und alles, was wir im Leben gelernt und erfahren haben, nutzen“, so Jutta Knauer. „Seit 2010 ging die Konjunktur nur bergauf. Aktuell wird es schwieriger und natürlich kommen Zukunftsängste auf. Die Erfahrung, wie man früher mit Krisen umgegangen ist, hilft bei deren Bewältigung.“

„Das schaff‘ ich auch“

Das Feedback der Gruppe und von Coach Jutta Knauer brachte den Teilnehmerinnen den Blick von außen, unerwartete Lösungen und die Erkenntnis, dass andere ähnliche Probleme haben und alle lösbar sind. Bärbel Mayer, Firma Mayer Rollladen- und Sonnenschutztechnik, zum ersten Mal dabei, formuliert es folgendermaßen: „Ich bin gestärkt aus diesem Seminar hinausgegangen, habe erkannt, dass es gut ist, wie ich bin. Probleme können gelöst werden. Es geht mir gut in dieser Welt.“

Elisabeth Poša, Kühner Wärmetauscher GmbH & Co. KG, nimmt sich seit Jahren Zeit für die Coaching-Werkstatt. Sie erklärt warum: „Ich genieße den Austausch unter Gleichgesinnten. Die kleine Gruppe lässt viel Raum für die eigenen Themen. Wir führen sehr gute, vertraute Gespräche. Das Training ist intensiv, es wird zielgerichtet, ergebnisorientiert und umsetzbar gearbeitet. Ich kann meine Methodenkompetenz ausbauen. Es gibt viel Zeit für Reflexion und neue Wege zu gehen. Und das alles in einer wunderschönen Umgebung. Ich tanke Kraft und kehre gestärkt in den Alltag zurück mit weiteren konkreten, klar definierten Zielen.“